Wie Glaubenssätze entstehen

Im Netz kursiert eine Geschichte, die verdeutlichen soll, wie Glaubenssätze entstehen. Und zwar solche Glaubenssätze, die oft unbewusst befolgt werden, weil wir sie irgendwann erlernt haben – aber nicht weiter hinterfragen. Die Geschichte klingt wie ein wissenschaftliches Experiment, das so aber nie durchgeführt wurde. Dennoch wird die Geschichte gerne weiter verbreitet, weil sie gut nachvollziehbar ist. Sie erinnert an ähnliche Versuche aus der Lernpsychologie und regt zum Nachdenken an.

In einem Käfig befinden sich fünf Schimpansen. Eine Banane hängt in der Mitte an einer Schnur und ist nur über eine Trittleiter erreichbar. Sobald ein Schimpanse versucht, über die Leiter an die Banane zu kommen, werden alle Affen mit kaltem Wasser bespritzt. Die Folge: Sobald einer der Affen sich der Leiter nähert, versuchen die anderen ihn vehement davon abzuhalten. Selbst dann noch, wenn als Reaktion kein Wasser mehr gespritzt wird. Nun werden die Schimpansen nach und nach ausgetauscht. Jeder neue Affe versucht, die Banane über die Leiter zu bekommen und wird von den anderen solange daran gehindert, bis er aufgibt. Am Ende meiden alle Affen die Leiter, nicht nur diejenigen, die mit kaltem Wasser bespritzt wurden.

Das Ergebnis dieses Experiments kann auf das menschliche Verhalten übertragen werden. Auch wir verhalten uns oft auf eine bestimmte Weise, weil wir irgendwelches Verhalten nachahmen und unreflektiert Denkweisen (Konventionen) übernehmen, die uns daran hindern, bestimmte Dinge eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu tun oder nicht zu tun. Es wäre allerdings sinnvoller, zunächst eigene Erfahrungen zu machen und sein Verhalten beziehungsweise Tun daran zu orientieren.

In diesem Video wird das besagte Experiment beschrieben:

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