Vorfreude ist die schönste Freude

Die Sommerferien sind vorbei und viele Beschäftigte hat mittlerweile wieder der Arbeitsalltag eingeholt – und damit der Stress. Einer Studie der Biopsychologin Marianne Frankenhaeuser zufolge sinken in der arbeitsfreien Zeit die Stresshormone und das Wohlbefinden steigt. Allerdings hält das nach dem Urlaub nicht lange an. Meist nicht einmal eine Woche, und der Urlaubseffekt ist wieder verschwunden. So das Untersuchungsergebnis der Psychologin Jessica de Bloom von der Universität Nimwegen. Es spielt auch keine Rolle, wie lange man in Urlaub war.

Was nicht heißen soll, dass wir für die Erholung weniger Urlaub brauchen. Vielmehr empfehlen Forscher, mehrere kurze Urlaube zu planen, denn schon die Urlaubsplanung an sich erhöht das Wohlbefinden für einen längeren Zeitraum. Verantwortlich dafür ist der Neurotransmitter Dopamin. Wolfram Schultz von der Universität Cambridge fand bei Experimenten mit Menschenaffen heraus, dass Dopamin das Belohnungszentrum des Gehirns aktiviert, wenn man eine Belohnung erwartet – nicht, wenn man die Belohnung erhält.

So ist das auch bei der Vorfreude auf den Urlaub und bei jeder anderen Vorfreude auch. Warum also nicht auch im Alltag kleine Vorfreuden einplanen, um so zu mehr und längerem Wohlbefinden zu gelangen? Ein Ausflug am Wochenende, oder einfach mal am Freitag frei nehmen. Vorfreude ist schließlich die schönste Freude.

Mein Fazit zum Thema Urlaub lautet nun:

Urlaub beginnt im Kopf. Das ist gerade die Freiheit, die ich meine. Und damit sind wir bei bei einem bekannten Vers …

Freiheit, die ich meine- die mein Herz erfüllt!
Freiheit, die wir leben – oh, Freiheit!
Die meine Sehnsucht durchdringt.
Aber immer weiter nimmt das Herz den Lauf:
Auf der Himmelsleiter steigt die Sehnsucht auf!
Freiheit, die ich meine!
Freiheit, die mein Herz erfüllt.
Komm mit dem Scheine süßes Engelsbild.
Magst du nie dich zeigen
der bedrängten Welt.
Führest deinen Reigen
nur am Sternenzelt.
Freiheit!
Freiheit!
Die ich meine – Freiheit!
Freiheit, die mein Herz
erfüllt.
Freiheit, die ich meine-
Freiheit!
Die meine Sehnsucht stillt.

Teile aus dem Gedicht „Freiheit, die ich meine“
von Max von Schenkendorf (1783-1817)

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