Plastik adé und die Erkenntnis daraus

Seit letztem Samstag rollen in Europa viele Autos gen Süden in den Urlaub. Und was die meisten dort an den Stränden finden, sind neben Muscheln immer wieder Plastikfetzen aus dem Meer. Denn jedes Jahr gelangen mehr als zehn Millionen Tonnen Plastikmüll in die Weltmeere.

Und Plastik macht mit 75% den größten Haufen des Meermülls aus – auch weil Plastik praktisch kaum abgebaut wird. Mitschuld haben diejenigen, die Plastiktüten inflationär benutzt haben – nur einmal kurz benutzt, landet die Plastiktüte (wie auch andere Verpackungen) dann im Müll oder gleich in der Umwelt. Von dort aus gelangen 80% des Meermülls durch Zuflüsse in die Weltmeere und lässt Tiere verenden.

Da platzt zum Glück ins Sommerloch die positive Nachricht, die Plastiktüte gehe endlich unter. Seitdem die meisten Händler in Europa für Plastiktüten Geld verlangen würden, gehe der Absatz zurück. In England sogar um bis zu 85 Prozent! Das sind gute Nachrichten.

Schade nur, dass die Verbraucher selbst nicht für diesen eigentlich selbstverständlichen Schritt Richtung Naturschutz verantwortlich sind. Verantwortlich ist stattdessen eine EU-Richtlinie mit der Vorgabe, dass der Verbrauch deutlich – auf 40 Tüten pro Kopf und Jahr – sinken soll.
Immerhin: Diese gute Nachricht ist ein Lehrstück davon, dass Politik viele Mittel besitzt, um die Wirtschaft zum Wohl aller zur Besinnung zu rufen. Diese Nachricht ist aber auch ein Lehrstück davon, wie leicht Menschen über den Preis einer Ware (hier der Einkaufstüte) in ihrem Handeln beeinflussbar sind. Es zeigt aber vor allem, dass wir durch eine Veränderung unserer Gewohnheiten im Alltag(statt Plastiktüte nun Einkaufstaschen von daheim) relativ einfach mehr für Umweltschutz und Nachhaltigkeit tun können. So finden wir dann auch im Urlaub sauberere Strände vor.


Mehr zum Meermüll:

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» Internetpräsenz von WWF

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