Irgendwann erwischt es alle

Heute habe ich bei Facebook gesehen, dass eine Bekannte von mir ein Kind bekommen hat. Selbstverständlich habe ich ihr meine Glückwünsche ausgesprochen. Zum Nachdenken hat mich trotzdem gebracht, dass ich dabei kurz überlegt habe.

Ich habe zwar „Herzlichen Glückwunsch!“ als Kommentar geschrieben. Aber eigentlich habe ich gedacht: Wow, du hast ein Kind bekommen! Ich dachte, dass du dich nicht so früh abhängig machen wirst und noch dein Berufsleben ausleben wirst.

Sie sah echt gut aus, trotz Schlafmangel … Und geschrieben hätte ich fast: Willkommen im Hamsterrad!

Exclusive Problems

Hungernde in Äthiopien (Foto: Flickr.com/subcomandanta CC BY-NC-SA

Und plötzlich habe ich das Gefühl es gibt zwei Zeitzonen und ich bin von halb sieben morgens bis halb neun abends fremdgesteuert. In einem Land jenseits meiner Zeit, in dem es nicht mehr darum geht, was ich will.

Es gibt keine Entscheidungen mehr wie: Heute lese ich mal noch eine halbe Stunde im Bett. Oder: Heute gehe ich sofort duschen und dann raus. Das fehlt mir sehr. Wenn dann abends die Kleine schläft und ich die Zeiteinteilung wieder bestimmen kann, schaffe ich kaum mehr als …

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Ampel.Männlein.Menschlein

„Euro-pedestrian traffic light“ von Stoeffler

„Die europäische Ampel“ von Stoeffler

Ampelmännchen also. Es geht um Ampelmännchen und alle reden auf einmal über Feminismus. Schimpfen. Schweigen. Punkt.

Kurz zum Hintergrund: In Wien wird 2015 der Eurovision Song Contest ausgetragen. Zur Erinnerung: Conchita Wurst, MannFrau mit Bart, gewann den Contest das Jahr zuvor und forderte die Gewohnheit heraus – zumindest fürs Auge. Mit gleichgeschlechtlichen Ampelmännchen will Wien ein Zeichen für Toleranz setzen. Und erzeugt viel mediale Aufmerksamkeit.

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