Meine Liste der Feministinnen und Feministen

Bildquelle: Official White House Photo by Lawrence Jackson

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Barack Obama, US-Präsident 2009-2017

„And yes, it’s important that their dad is a feminist, because now that’s what they expect of all men.“

 

Barack Obama, Juli 2016, Quelle u.a.: Glamour Exclusive: President Barack Obama Says, „This Is What a Feminist Looks Like


Carolin Kebekus, deutsche Komikerin, Sängerin, Synchronsprecherin und Schauspielerin

„Ich bin natürlich Feministin. Wenn man in mein Programm kommt, kann man auch keinen anderen Eindruck haben. Der Feminismus an sich, dieser Begriff, hat so ein angestautes Image, der klingt unsexy, unrasiert, es klingt so weinerlich. Man braucht einen Imagewandel. Weil eigentlich bedeutet es nur, dass man für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist. Und wie kann man da kein Feminist sein?“

Carolin Kebekus bei Markus Lanz vom 17.06.2015: Carolin Kebekus über Fußball, Sexismus und Feminismus


Erika Lust, schwedische Regisseurin 

Krautreporter: Nun, warum denn einen anderen Namen dafür finden? Warum es nicht einfach Porno nennen?

Erika Lust: Weil die Menschen es nicht verstehen. Weil es in der Definition von Porno liegt, anstößig für Frauen zu sein. Aber es ist das gleiche mit dem Feminismus. Die Leute sehen darin nur den Hass gegenüber Frauen. Ich versuche, diese Wörter zu säubern, aber es ist sehr schwierig, sie den Menschen zu vermitteln. Weil die Menschen eine gewisse akademische Bildung haben müssen, um zu verstehen, wovon ich rede. Wie vermittele ich das Menschen, die nie auf die Universität gingen oder noch nie etwas über Frauenforschung gelesen haben.

Krautreporter: Also Sie versuchen, die beiden Begriffe, Feminismus und Porno neu zu definieren. Scheint schwierig.

Erika Lust: Es ist auch schwierig, weil die Menschen so große Angst vor Feminismus haben. Meiner Ansicht nach ist das lächerlich, weil für mich Feminismus etwas Grundlegendes ist. Der Gedanke dahinter ist zu glauben, dass Männer und Frauen die gleichen Rechte und Möglichkeiten haben, und zu erkennen, dass das noch nicht umgesetzt ist. Das ist alles. Aber die Leute verstehen das nicht. Sie sind oft mir gegenüber sehr aggressiv, wenn ich erwähne, dass ich eine Feministin bin. Manche nannten mich Femi-Nazi.

Quelle: Theresa Bäuerlein, 11.04.2016 auf krautreporter.de: „Uns kränken die schlechten Rollen, die Frauen in Pornos haben“


Anne Wizorek, deutsche Medienberaterin und Netzfeministin

profil: Lange hat Ihnen auch das Wort „Feminismus“ gar nicht behagt. Warum denn?

Wizorek: Ich bin diesem Stereotyp aufgesessen, glaubte lange, dass Feministinnen daueraggressiv durch die Gegend laufen, Männer hassen und ein unzufriedenes Leben führen. Das hängt auch damit zusammen, dass gesellschaftlich von Frauen nur sehr zahme Kritik gewünscht wird: Kritik ist okay, solange man bloß niemanden vor den Kopf stößt. Sonst heißt es, wir seien hysterisch.

Quelle: Ingrid Brodnig, 28. 2. 2015 auf profil.at: Gesellschaft. Anne Wizorek: „Ich glaubte, dass Feministinnen Männer hassen“


Beyoncé, US-Sängerin

“We teach girls to shrink themselves,
to make themselves smaller.
We say to girls,
‘You can have ambition,
but not too much.
You should aim to be successful,
but not too successful.
Otherwise you will threaten the man.’
Because I am female,
I am expected to aspire to marriage.
I am expected to make my life choices
always keeping in mind that
marriage is the most important.
Now marriage can be a source of
joy and love and mutual support.
But why do we teach to aspire to marriage
and we don’t teach boys the same?
We raise girls to see each other as competitors —
not for jobs or for accomplishments,
which I think can be a good thing,
but for the attention of men.
We teach girls that they cannot be sexual beings
in the way that boys are.
Feminist: the person who believes in the social,
political and economic equality of the sexes.”


Antje Schrupp, Journalistin und Politikwissenschaftlerin 

„Vom Feminismus „angesteckt“ wurde ich 1994, als ich über Chiara Zamboni das Denken italienischer Feministinnen kennenlernte und entdeckte, dass Feministin zu sein nicht bedeutet, bestimmte Meinungen zu haben oder Programme vertreten zu müssen, sondern frei zu sein, dem eigenen Begehren zu folgen. Und einen Sinn in der Tatsache zu finden, dass ich eine Frau bin.“

Quelle:  Aus Liebe zur Freiheit. Notizen zur Arbeit der sexuellen Differenz, Blog von Antje Schrupp


Robert Franken, Digitaler Potenzialentfalter, Blogger, Speaker, Feminist; früher CEO Chefkoch.de & urbia.de

So seine Kurzvita auf www.huffingtonpost.de/


Silvia Bovenschen: Älter werden, S. Fischer Verlag, 2006.

„Feminismus:

„Bist du Feministin?“ werde ich von einer jungen Frau in einem Comme-des-Garçons-Kostüm gefragt, die mich unaufgefordert duzt. „Ja, bin ich.“ Sie schaut mich verwundert an, wohl wegen der uneingeschränkten Bejahung. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Ich füge hinzu, dass ich das für eine Frage der Intelligenz halte.

Die auf Sprache und Mode gerichteten Purgatorien von Studenten- und Frauenbewegung habe ich gezielt umgangen. Kampfparka und Latzhose waren meine Sache nicht. Ideologische Kleiderordnungen haben mich nie tangiert. Und auch das Oktroi der jeweiligen Sprachordnungen nicht. Ich glaube, jede Bewegung gebiert – unabhängig von der Frage ihrer Berechtigung – im Zuge ihrer Popularisierung die Karikaturen ihrer selbst.

Den Feminismus bin ich mir schuldig. Als Kind empörten mich die Einschränkungen des Mädchenseins (die meine Eltern mir nicht aufnötigten). …“

Aus dem Buchtitel von »Älter werden«: »Älter werden« gibt persönlich erzählend, räsonierend und kommentierend einen Rückblick auf das gelebte Leben und einen Ausblick auf möglicherweise Kommendes. Diese erzählten Erinnerungen und gedanklichen Spiele fügen sich zu einem poetischen Bericht über eines der zentralen Themen unserer Zeit.


Madonna, US-amerikanische Sängerin, Songschreiberin, Schauspielerin, Autorin, Regisseurin, Produzentin und Designerin

Madonna spoke out about the sexism, misogyny, and abuse she has struggled with over the years while accepting Billboard’s Woman of the Year award. In her speech, she also criticised Paglia, a famed feminist critic, for allegedly claiming she “set women back” by objectifying herself sexually.

“Camille Paglia, the famous feminist writer, said I set women back by objectifying myself sexually. So I thought, ‚oh, if you’re a feminist, you don’t have sexuality, you deny it.‘ So I said ‚f**k it. I’m a different kind of feminist. I’m a bad feminist’,” she said in her speech.


Wie das geht, „Feminist sein“, haben Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer in ihrem Gastbeitrag für ZEITonline beschrieben. Die beiden Autoren meinen übrigens auch:
» Deutschland braucht mehr Feministen!

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