Ist das die Zukunft?

Mitarbeiterin Müller bestellt sich eine Pizza für ihre Mittagspause: „Hallo! Ist da Giovannis Pizza-Service?“ Am anderen Ende der Leitung: „Nein, hier ist Googles Pizza-Service. Wundern Sie sich bitte nicht, Google hat die Nummer gekauft. Wollen Sie das Übliche? Gemäß unseren Aufzeichnungen der letzten zwölf Anrufe haben Sie Pizza mit Käse, Wurst und dicker Kruste bestellt.“ Mitarbeiterin Müller freut sich: „Ok, genau das nehme ich.“ Die Stimme am anderen Ende der Leitung: „Darf ich vorschlagen, dass Sie dieses Mal eine Pizza mit Ricotta, Rucola und getrockneten Tomaten bestellen? Ihr Cholesterin-Wert ist nicht gut, wie Ihre Blutwerte der letzten sieben Jahre zeigen.“ Frau Müller entgegnet: „Ich mag kein Gemüse und möchte diese Pizza nicht. Außerdem habe ich meine Medizin schon genommen.“ Pizza-Service: „Aber Sie haben Ihre Medizin nicht regelmäßig eingenommen. Vor vier Monaten haben Sie online eine Schachtel mit 30 Tabletten in der Versand-Apotheke ‚Sunstore‘ gekauft.“

Frau Müller gerät in Erklärungsnot: „Ich habe noch in einer anderen Apotheke eingekauft. Und bar bezahlt – falls Sie die Abbuchungen von meiner Kreditkarte schon kennen.“ Prompt klärt Google auf: „Gemäß Ihrem Bankkonto haben Sie dafür nicht genügend Bargeld bezogen. Falls Sie noch andere Geldquellen haben, ist das aus Ihrer letzten Steuererklärung nicht ersichtlich. Somit handelt es sich um nicht deklariertes Einkommen.“ Jetzt ist Frau Müller in Rage: „Ich habe die Nase voll von Amazon, Google, Facebook und Co. Ich gehe auf eine Insel ohne Internet, wo mich niemand ausspionieren kann.“ Der Pizza-Service erwidert: „Ich verstehe Sie, aber vorher müssen Sie Ihren Pass erneuern. Er ist vor fünf Jahren abgelaufen.“

Was passiert mit unseren Daten, wenn das Internet der Dinge Alltag ist? Welche Macht haben Konzerne wie Amazon, Google oder Facebook? Diese fiktive Geschichte aus dem Internet zeichnet ein Bild einer durchaus möglichen digitalen Zukunft.

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