Gute Taten tun gut

Eine gute Tat ohne Gegenleistung zeigt im Gehirn die gleiche Wirkung wie guter Sex oder Schokolade. Das Belohnungszentrum wird aktiviert. Das Prinzip des Homo Oeconomicus, der rational seinen eigenen Nutzen maximieren will, vertreten immer weniger Wissenschaftler. Zwar ist es eigennützig, wenn der Mensch etwas Gutes tut und sich danach gut fühlt. Vor einer guten Tat aber denkt er nicht bewusst an seinen eigenen Vorteil. Hirnforscher meinen deshalb, dass das Gehirn zur Kooperation konstruiert ist, weil der Mensch instinktiv nach sozialer Anerkennung sucht. Ein Egotrip hingegen schottet ab und hilft nicht, wenn es darauf ankommt. Deshalb sind Menschen auch glücklicher und gesünder, wenn sie gemeinnützige Arbeit leisten oder sich in ihrer Familie engagieren, als wenn sie bloß materiellen Erfolg anstreben.

Auch ein Unternehmen ist auf Kooperation angewiesen. Viele Menschen tun sich zusammen, um ein Ziel zu erreichen. Wenn dabei alle an einem Strang ziehen, gelingt das besser. Kooperatives Verhalten hilft auch Selbstständigen, wenn sie sich beispielsweise gegenseitig unterstützen und einander weiterempfehlen. Das Schöne: Es ist ganz einfach, Gutes zu tun. Sagen Sie einfach frei heraus, wenn jemand etwas gut gemacht hat – selbstverständlich nur, wenn Sie es auch so meinen. Schenken Sie Ihren Kollegen etwas Kleines, ohne dass diese es erwarten. Allein das Zusehen, wie jemand etwas geschenkt bekommt, aktiviert bei manchen Menschen schon das Belohnungszentrum. Gute Taten tun eben gut.

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