Einzelhandel: Zwang zur Veränderung

Der Online-Handel verändert die Einkaufsgewohnheiten der Kunden. Viele besuchen Einzelhandelsgeschäfte nur noch, um sich die Ware anzuschauen und sich beraten zu lassen – später erwerben sie das Produkt dann günstig im Internet. Schon seit Jahren leidet der stationäre Einzelhandel unter dieser Entwicklung. Viele Geschäfte lassen sich deshalb etwas einfallen, um Kunden zu halten. Ein Online-Shop als Ergänzung zum stationären Handel sowie kostenfreies WLAN für Preisvergleiche im Laden sind fast schon Standard. Andere Händler liefern ihre Produkte ohne Mindestbestellwert kostenlos nach Hause. Ein Einzelhändler aus Münster machte jüngst Schlagzeilen, weil er eine „Beratungsgebühr“ von 25 Euro einführte, die beim Kauf von Produkten angerechnet wird.

Es bleibt jedenfalls spannend, wie sich der stationäre Einzelhandel weiter wandeln wird. Vielleicht setzt er irgendwann auf Erlebnis-Shopping, ähnlich dem Konzept von Weinhändlern, die Weinproben anbieten und den verkosteten Wein zum Kauf anbieten. Oder Einzelhandelsgeschäfte bieten Shopping-Partys bei den Kunden zuhause an. So könnte Einkaufen zu einer Art Freizeitbeschäftigung werden. Spätestens dann, wenn Amazon kommerziell mittels Drohnen liefert, muss sich der stationäre Handel wieder etwas Neues einfallen lassen.

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