Die neuen Männer

… besuchen Krabbelgruppen und singen dort jeden Liedtext laut und auswendig mit.

… leiten als Übungsleiter die Turnstunde, bei der die eigenen Kinder mitturnen.

… sind im Elternbeirat ihres Kindergartens und organisieren Flohmärkte, Sommerfeste und St. Martins-Umzüge.

… nehmen ein Jahr Elternzeit – ohne erwerbstätig zu sein.

… arbeiten weniger.

… gehen mit ihren Kindern zum Kindergeburtstag, zum Kinderturnen, in den Zoo und ins Schwimmbad.

… fiebern bei jeder Herausforderung mit, vor der ihr Kind steht.

… bringen ihren Kindern etwas bei – und zwar gerne.

… kochen, backen, wickeln, lesen vor, putzen und nähen – ist doch klar!

Ich bedaure sehr, dass ich nur Beispiele, keine Selbstverständlichkeiten, genannt habe. Beim Kinderarzt muss sich dieser Typus Mann deshalb fragen lassen, ob er das denn überhaupt schaffe – das Kind aus- und anziehen. Oder die Abendverabredung einer Mutter fragt ganz bestürzt, wer denn gerade auf die Kinder aufpasse. Die beliebten ungefragten Tipps zur Kindererziehung – bekommt selbstverständlich kein Mann zu hören.

Ich bedaure diejenigen Mütter, die meinen, ihr Kind könne nicht ohne sie. Und ich bedaure unsere Gesellschaft, die in die Mutterrolle so viele Erwartungen legt, dass die Mütter selbst meinen, sie seien das Beste, was ihrem Kind passieren könne.

Wie schön ist es, wenn frau sich keine Sorgen macht, wenn der neue Mann mit seinen Kindern zum Kinderarzt geht, sie ins Bett bringt oder die Kinder schlichtweg erzieht. Denn dieser neue Mann steht gleichberechtigt in Haushalt und Kindererziehung neben seiner Frau. Genau so soll es sein.

Ich liebe unsere neuen Männer! Und die Kinder lieben sie noch viel mehr. Meine These geht sogar soweit, dass ich sage: Mit diesen neuen Männern wachsen die glücklichsten Kinder aller bisherigen Generationen heran. Und ich bin froh, dass es sie gibt. Nur meine ich, dass es noch zu wenige von ihnen gibt.

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